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Anna Jansson, Naturwart im Nationalpark, antwortet auf allgemeine Fragen zum Naturschutzgebiet Färnebofjärden.
Warum hat das Schwedische Amt für Naturschutz Färnebofjärden als Nationalpark eingestuft?
Warum hat das Schwedische Amt für Naturschutz Färnebofjärden als Nationalpark eingestuft?
Färnebofjärden war auch schon schön, noch bevor es Nationalpark wurde. Warum ist es dann Nationalpark geworden?
Warum dürfen Boote nicht schneller als 12 Knoten fahren?
Kontrolliert die Polizei die Geschwindigkeit auf den Seen?
Kann man für die Nichtbeachtung von Regeln bestraft werden?<
Was machst Du den ganzen Tag?
Gibt es noch andere Nationalparks in der Nähe von Färnebofjärden?
Es steht in den Vorschriften, dass man den Hund das ganze Jahr über an der Leine führen muss. Gilt das auch auf kleinen Inseln, auf denen es keine Elche oder Rehe gibt und der Hund kein Jagdhund ist?
Gelten die Vogelschutzgebiete erst ab Frühjahr?
Was macht das aus, ob man auf dem Sanddön Wasserski fährt oder nicht, dort gibt es nicht so viele Tiere?
Es ist gar nicht so leise im Park, vor allem nicht wenn ein Jagdflieger darüber hinwegdonnert. Ist das denn erlaubt?
Warum darf man keine motorisierten Fahrzeuge im Park benutzen?
Wie gehe ich am Besten vor, wenn ich auf dem Eis des Nationalparks Motorschlitten fahren möchte?
Was ist denn Gelände?
Rücksicht wird also auf die Vögel genommen, gibt es deswegen Zutrittsverbot zu bestimmten Stellen im Park?
F: Warum hat das Schwedische Amt für Naturschutz Färnebofjärden als Nationalpark eingestuft?
S: Das Ziel ist es, die einzigartige Flusslandschaft zusammen mit den umgebenden wertvollen Wäldern und Feuchtgebieten, die zu Fjärnebofjärden gehören, in unberührtem Zustand zu belassen.
F: Warum hat das Schwedische Amt für Naturschutz Färnebofjärden als Nationalpark eingestuft?
S: Das Ziel ist es, die einzigartige Flusslandschaft zusammen mit den umgebenden wertvollen Wäldern und Feuchtgebieten, die zu Fjärnebofjärden gehören, in unberührtem Zustand zu belassen.
F: Färnebofjärden war auch schon schön, noch bevor es Nationalpark wurde. Warum ist es dann Nationalpark geworden?
S: Der Grundgedanke ist, unser nationales Naturerbe auch für kommende Generationen zu bewahren. Damit niemand die Gegend in irgend einer Art wirtschaftlich nutzbar machen kann, muss die Gegend geschützt werden. Nach Schwedischem Gesetz sollen Nationalparks Landschaftstypen sein, die in ursprünglichem und natürlichem Zustand bewahrt werden sollen, aber auch besonders naturschöne und einzigartige Gebiete, die intensives Naturerleben bieten. Ein anderer Gesichtspunkt ist, dass man den Menschen Gelegenheit geben möchte, hinaus in Wald und Flur zu kommen.
F: Warum dürfen Boote nicht schneller als 12 Knoten fahren?
S: Das ist vor allem eine Regel zur Rücksichtsnahme auf andere. In den Nationalpark kommen Menschen, die Natur auf unterschiedliche Art erleben möchten. Ein Teil möchte Boot fahren, ein anderer Teil möchte paddeln, andere möchten wandern. Manche möchten die Stille genießen und wieder andere stören sich nicht an lauten Geräuschen und Gepolter. Damit alle diese Menschen sich miteinander vertragen können, ist es wichtig, das Geräuschniveau im Park niedrig zu halten und dass es nicht zu viele schnelle Bootsfahrten gibt. Deswegen haben wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Bootsverkehr gesetzt.
F: Kontrolliert die Polizei die Geschwindigkeit auf den Seen?
S: In Nationalparks ist es die Landesregierung, welche die Aufsichtspflicht hat. Für Färnebofjärden bedeutet das, dass die Aufsichtspersonen von der Landesregierung Västmanland den Nationalpark und die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Das gilt auch für die Geschwindigkeit von Booten. In diesem Zusammenhang kann die Landesregierung auch mit der Polizei zusammenarbeiten.
F: Kann man für die Nichtbeachtung von Regeln bestraft werden?<
S: Ja, abhängig davon was man tut ist die Strafe von Geldstrafen bis zur Gefängnisstrafe bis maximal zwei Jahren. Umweltvergehen haben relativ harte Strafen zur Folge.
F: Was machst Du den ganzen Tag?
S: Meine Arbeit als Naturwart im Nationalpark ist sehr abwechlungsreich. Für einen Teil meiner Aufgaben arbeite ich im Büro und plane die zukünftigen Vorhaben im Nationalpark. Die Wanderwege müssen kontrolliert werden, die Häuser müssen instand gehalten werden und die Vogelschutzgebiete müssen beschildert werden. Ich unterhalte auch Kontakt zu den Land- und Viehwirten in der Umgebung und unseren Auftragnehmern, welche z.B. einen Windschutz errichten müssen. Zudem nehme ich an Treffen der Fischschutzvereine und dem Schutzrat teil. Zu meinen Aufgaben gehört auch, im Nationalpark die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Ich versuche zu informieren, damit alle wissen, wie man sich im Park verhalten soll. Ich habe auch die Aufsicht über die Anlagen im Park, aber oft sind es unsere Auftragnehmer die uns über auftretende Fehler und Defekte informieren. Ich versuche auch für die Leute erreichbar zu sein, die mehr über den Park wissen möchten.
F: Gibt es noch andere Nationalparks in der Nähe von Färnebofjärden?
S: Das kommt darauf an, was man als nah empfindet. Der Park Tyresta, welcher vor einigen Jahren gebrannt hat, liegt außerhalb Stockholms. Dort gibt es auch das Haus der Nationalparks, in denen alle Nationalparks vorgestellt werden. Andere Nationalparks sind Ängsö außerhalb von Stockholm, Tiveden zwischen Vänern und Vättern, Garphyttan in der Nähe von Örebro, Djurö beim Vänern, Hamra in der Orsa Finnmark, und noch Fulufjället, welcher der Jüngste der Schwedischen Nationalparks ist und im nordwestlichen Dalarna liegt.
F: Es steht in den Vorschriften, dass man den Hund das ganze Jahr über an der Leine führen muss. Gilt das auch auf kleinen Inseln, auf denen es keine Elche oder Rehe gibt und der Hund kein Jagdhund ist?
S: Ein Hund, unabhängig ob er ein Jagdhund ist oder nicht, kann das Tierleben beeinträchtigen. Die Vorschriften gelten überall im Nationalpark. Auch in der ungeschützten Natur gilt das Jedermannsrecht. Da dürfen Hunde vom 1 März bis 20 August nicht von der Leine gelassen werden, um das Wild in der empfindlichsten Zeit, wenn es Junge gibt, zu schützen. Im Nationalpark wollen wir die Störungen für die Tiere ganzjährig minimieren, egal ob es sich um Junge oder um erwachsene Tiere handelt. Das gilt für alle Tiere, wie Otter, Seevögel, Elche, Frösche und andere. Wilde Arten von Kröten, Schlangen und Eidechsen sind seit dem 1 Januar 2000 im ganzen Jahr unter Schutz gestellt.
F: Gelten die Vogelschutzgebiete erst ab Frühjahr?
S: Die stationären Vogelschutzgebiete gelten vom 1 Januar bis zum 15 Juni. In dieser Zeit ist es nicht erlaubt, die Vogelschutzgebiete zu besuchen. Es gibt auch gewisse, durch Schilder markierte Inseln und Landstellen, denen man sich nicht weiter als 100 m nähern darf. An diesen Stellen nisten vermutlich Vögel, die sich durch die Nähe von Booten gestört fühlen. Diese Schilder gelten vom 1.April bis 15 Juli.
F: Was macht das aus, ob man auf dem Sanddön Wasserski fährt oder nicht, dort gibt es nicht so viele Tiere?
S: Die Regeln gelten überall im Park. Es ist verboten, Wasserski zu fahren. Sandön ist eine der wenigen Inseln, auf denen man Zelten darf. Deswegen suchen viele der Gäste des Nationalparks diese Insel auf, nicht nur die, die Baden oder Boot fahren wollen. Wenn man Wasserski fahren möchte, kann man in einen Teil der Bucht gehen, der nicht geschützt ist.
F: Es ist gar nicht so leise im Park, vor allem nicht wenn ein Jagdflieger darüber hinwegdonnert. Ist das denn erlaubt?
S: Ja, es ist erlaubt, den Nationalpark zu überfliegen mit einer Mindestflughöhe von 300 m. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen das Militär deutlich tiefer fliegen darf, wie zB. bei schlechtem Wetter.
F: Warum darf man keine motorisierten Fahrzeuge im Park benutzen?
S: Das gilt nicht nur im Nationalpark, sondern auch in der gesamten Natur. Bis auf wenige Ausnahmen ist es verboten, in Waldgebieten motorisierte Fahrzeuge einzusetzen. Es ist auch verboten, auf dem Schnee zu fahren, wenn der Schnee dünn ist und die Gefahr besteht, dass der Boden durch die Fahrt auf dem Schnee beschädigt wird. Das Gesetz zur Geländebefahrung ist dafür da, die Natur zu schützen. Es gilt auch für den Eigentümer des Grundstücks. Ausnahmen gibt es für Land- und Waldwirtschaft.
F: Wie gehe ich am Besten vor, wenn ich auf dem Eis des Nationalparks Motorschlitten fahren möchte?
S: Wenn man eine Ausnahmegenehmigung für eine Vorschrift haben möchte, muss man einen Antrag bei der Landesregierung stellen. Es ist aber schwer, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Wenn man nur zum Spaß fahren will, bekommt man sicherlich keine Ausnahmegenehmigung. Dasselbe gilt für Angeln und Fischen. Die Regel, dass es Verboten ist, motorgetriebene Fahrzeuge auf dem Land und auf dem Eis zu benutzen, ist strenger als das Gesetz zur Geländebefahrung, was bedeutet, dass es nie erlaubt ist, Motorfahrzeuge auf dem Gelände einzusetzen. Hier möchten wir das Risiko, dass jemand von einem Weg aus auf das Eis fährt und woanders wieder in die Natur fährt, so klein wie möglich halten.
F: Was ist denn Gelände?
S: Jedes Stück Natur außerhalb eines Weges - z.B. ein Park, ein Acker, eine Wiese, Wald, Strände, Gebirge - wird als Gelände angesehen. Auch Pfade und Wanderwege, Trimmpfade sind Gelände aus der Sicht des Gesetzes. Im Nationalpark Färnebofjärden ist es das ganze Jahr über nicht erlaubt, motorisierte Fahrzeuge einzusetzen. Die beruht auf der Notwendigkeit besonderer Rücksichtnahme. Ein Teil der Vögel im Nationalpark fängt frühzeitig an zu nisten, und um diese und die Menschen, die draußen sind um die Stille zu erleben, nicht zu stören, dürfen überhaupt keine Motorfahrzeuge eingesetzt werden.
F: Rücksicht wird also auf die Vögel genommen, gibt es deswegen Zutrittsverbot zu bestimmten Stellen im Park?
S: Ja, das ist richtig, zwischen dem 1/1 und 15/6 gilt ein Zutrittsverbot entlang Storån-Lillåns westlicher Kante, um Ängsön und Sissudd herum und unten bei Vedöarna. Hier nisten Vögel die sehr empfindlich für Störungen sind und Ruhe brauchen um Junge zu bekommen und großzuziehen. Bei der letzten Schutzversammlung für Färnebofjärden haben wir diskutiert, ob wir gelegentliche Vogelschutzgebiete ausweisen, damit unter der kurzen sensiblen Periode für die Vögel ein Gebiet ungestört bleibt. Falls wir diese Art von Vogelschutzgebieten anwenden, werden diese deutlich markiert werden, und zwar um das gesamte Gebiet herum.
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Unsere größte Katze. Bei Neuschnee kann man oft die Spuren der Luchse sehen, von denen es hier viele gibt. Falls Sie einer Spur folgen, kann es ein langer Spaziergang werden, denn die Luchse wandern weite Strecken, um ihre Beute zu suchen.
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