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Tier- und Pflanzenwelt: Der Nedre Dalälven liegt an einer deutlichen biologischen Grenze zwischen Nordschweden und den übrigen Teilen Schwedens. "Limes Norrlandicus" ist ein klassischer Begriff für die facettenreiche Mischung aus nord- und südschwedischen Naturcharakteristika. Färnebofjärden veranschaulicht diese Naturmischung sehr gut.
Hier gibt es eine Vielzahl Biotope und Arten, die für den Raum Nedre Dalälven typisch sind. Die Tierwelt ist artenreich und insbesondere die Vogelwelt sucht ihresgleichen im ganzen Land, was sowohl die Mischung von Wald- und Wasservögeln, als auch die Mischung nördlicher und südlicher Arten angeht. Mehr als hundert Arten nisten hier regelmäßig. Darüber hinaus gibt es ungewöhnlich große Populationen von Arten, die teilweise auf der Roten Liste stehen und sehr stark gefährdet sind. In der Gegend nisten beispielsweise alle sieben schwedischen Spechtarten und verschiedene Eulen, wie die Schleiereule, welche hier mit etwa 20-25 Paaren wahrscheinlich das dichteste Vorkommen in ganz Schweden aufweist.
Des Weiteren gibt es starke Populationen von Waldhühnern, vor allem Birkhühner, Auerhähne und Haselhühner. An Wasservögeln gibt es hier z.B. Kraniche, Perltaucher, Goldregenpfeifer, Seeadler und Fischadler. Der Fischadler gehört mit 15-20 Paaren zu den Arten, die, verglichen mit ganz Schweden, besonders zahlreich vorkommen. Zu den besonderen Qualitäten Färnebofjärdens gehört aus ornithologischer Sicht auch seine Funktion als Rastplatz für Zugvögel. In dem frühzeitig eisfreien Wasser sammeln sich jährlich etwa 1000 Singschwäne. Die Säugetiere sind in großen Anzahlen mit Elchen, Mardern, Hasen und Rehen vertreten. Luchse werden regelmäßig beobachtet. Wahrscheinlich etabliert sich zur Zeit auch eine kleine Otterpopulation im Park. Ende der 80er Jahre haben sich auch Biber in der Gegend angesiedelt.
Die Vielfalt der Waldbiotope mit ihren hauptsächlich älteren und laubbaumartigen Beständen, den toten und sterbenden Bäumen bieten einer Vielzahl von seltenen und geschützten Insekten einen gesunden Lebensraum. Unter den vielen Arten der baumlebenden Insekten findet man auch die stark geschützten Käferarten Cucujus cinnaberinus (Scharlachkäfer), Ceruchus chrysomelinus (Hirschkäfer), Monochamus galloprovincialis (Bäckerbock), Acanthocinus griceus (Kleiner Zimmermann) und viele andere Arten, welche als bedroht angesehen werden.
Das Vorkommen von Flechten und Pilzen, welche auf der Roten Liste aufgeführt sind, ist ebenfalls enorm. Mehr als 60 Arten, wie z.B. Letharia vulpina (Wolfsflechte), Evernia diverticata, Menegazzia terebrata (Löcherflechte), Collema furfuraceum, Collema nigrescens, Bryoria nadvornikiana, Phlebia centrifuga, tyromyces fissilis (Apfelbaum-Weichporling), Skeletuocutis odora, Junghuhnia collabens Leptogium rivulare hat am Nedre Dalälven und Färnebofjärden sein einziges Vorkommen in ganz Schweden. Färnebofjärden hat auch einen arten- und individuenreichen Fischbestand. Insgesamt gibt es etwa zwanzig verschiedene Fischarten. Die Forellen- und Äschebestand in den Flußläufen und Stromschnellen und der Bestand an Hechten, Barschen und Zander sind besonders für Freizeitangler von Interesse. Siehe auch unter Kontakt für weitere Links zum Thema Angeln und Fische.
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